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Über uns

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Kurz gesagt:

Tiwi Ndogo e.V. ist ein gemeinnütziger eingetragener Verein mit Sitz in Schwelm. Hierbei steht das Wort „Tiwi“ für die Ortschaft im Regierungsbezirk Kwale, wo wir tätig sind und „ndogo“ bedeutet „klein“. Wörtlich übersetzt bedeutet es „kleines Tiwi“.

Der Vorstandsvorsitzende, Michael Maurer, und seine Familie, unterstützen die Menschen in Kenia bereits seit dem Jahr 2007 in „Eigenregie“. Mehrere Personen im persönlichen Umfeld der Familie Maurer, namentlich die Gründungsmitglieder, sind auf die selbst organisierte Hilfe aufmerksam geworden.

Am 03.12.2014 schlossen sich nach monatiger Vorbereitungszeit die Gründungsmitglieder zusammen und riefen den Verein „Tiwi Ndogo e.V.“ ins Leben. Der Verein besteht aus 12 Mitgliedern. Ein entscheidender Punkt in unseren Überlegungen für die Gründung eines eigenen Vereins war die Transparenz, die bei vielen etablierten Hilfsorganisationen oftmals zu kurz kommt. Wir sind mehrmals im Jahr vor Ort und zu unseren Botschaftern, Juma Mwakilolo und Rama Kijoto, besteht täglicher Kontakt.

Unser Ziel ist es, in Südkenia im Bereich Tiwi, soziale Projekte zu entwickeln und zu verwirklichen. Dadurch möchten wir einen Beitrag für eine nachhaltige, positive Entwicklung leisten.

Unsere Prämisse dabei ist, die Würde eines jeden Menschen zu achten und der hilfsbedürftigen Person unabhängig der kulturellen, weltanschaulichen oder religiösen Einstellung, unsere Unterstützung anzubieten.

Hierfür benötigen wir Deine Hilfe. Ein Regentropfen allein füllt nicht mal ein Glas, doch viele Regentropfen lassen einen See entstehen.

Die Möglichkeiten der Unterstützung sind vielseitig. Mach Dir doch ein umfassendes Bild in unserer Projektübersicht und suche Dir ein passendes Projekt für Dich aus!

Lange Geschichte:

Die Entstehung des Vereins namens TIWI NDOGO e. V.

Im Jahr 2007 besuchte ich, Michael, zusammen mit meiner Ehefrau Stefanie und unserer damals achtjährigen Tochter Anna-Lena das Land Kenia. Wir hatten für unseren dreiwöchigen Aufenthalt ein Zimmer in einem Hotel am Galu Beach (am südlichen Ende des Diani Beach) gebucht. Die Anlage des Hotels war sehr großzügig. Der Garten wurde durch die angestellten Gärtner sehr gepflegt. Da wir naturgemäß Menschen und deren Kulturen kennenlernen möchten, haben wir uns fast jeden Tag mit einem der Gärtner namens Juma Mwakilolo unterhalten. Im Laufe des Urlaubs lud er uns zu sich nach Hause ein. Für uns war die Einladung eine große Ehre.

So fuhren wir eines Nachmittags gemeinsam zu ihm nach Hause nach Tiwi (unweit von Ukunda und dem Diani Beach). Sein Haus und die Häuser seiner Familie standen im Gemeinschaftsverbund inmitten von Palmen und Bäumen, abseits der Straße in Richtung Mombasa. Für mich glich der Ort einem Paradies. Wir lernten seine Ehefrau Bahati, seinen Sohn Juma jun. und seine jüngst geborene Tochter namens Aisha kennen. Auch mit seinem Vater und seiner Mutter tauschten wir uns zumeist nonverbal aus, da wir kein Swahili sprachen und seine Eltern kein Englisch. Wir erfuhren bei diesem Besuch viel über das kenianische Leben. Wir fühlten, dass in vielen Lebensbereichen Mangel herrscht wie zu wenig Geld für ausreichende Lebensmittel und Arbeitslosigkeit. Wasser musste von auswärtigen Brunnen fußläufig in Fässern und Eimern mühselig getragen werden. Es gab keine Stromversorgung und so gut wie keine für Kenianer bezahlbare medizinische Versorgung. Häuser und Hütten befanden sich im desolaten Zustand (löchrige Dächer etc.).

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Wir entschlossen uns, Jumas Familie zu helfen, indem wir ihr etwa ein Jahr lang monatlich 100 Euro schickten. Mit diesem Geld baute sich die Familie zwei gut gehende Lebensmittelgeschäfte (eine Art Kiosk) auf. Seinen Job als Gärtner im Hotel kündigte Juma daraufhin.

Als Gärtner hatte Juma im Monat bei einer 48-Stunden-Woche etwa 32 Euro verdient. Nach Aussagen mehrerer Kenianer benötigen sie pro Tag und Person zwischen 1 Euro und 1,5 Euro für die Lebenshaltungskosten. Hat man weniger zur Verfügung bedeutet dies, dass man weniger zu essen hat.

Zudem finanzierten wir der Familie einen für sie unbezahlbaren Stromanschluss.

Im Jahr 2009 ließen wir einen Brunnen graben, so dass die Familie und die in den umliegenden Häusern wohnenden Menschen heute einen kürzeren Zugang zur Wasserversorgung haben. Zudem bezahlen wir die Schulgebühren einer Privatschule, die Juma jun. und Aisha besuchen. Im Jahr 2010 bauten wir mit Genehmigung der gesamten Familie und scheinbar zu ihrer Freude ein Haus in dem dortigen Familienverbund. Der Vater von Juma, mittlerweile weit über 70 Jahre, kündigte seinen Job als Sicherheitskraft in einer weiter entfernten Touristensiedlung, um unser Jobangebot, sich um die Sicherheit unseres Hauses zu kümmern, anzunehmen.

Im Laufe der Jahre waren wir mit der Familie von Juma Mwakilolo mehrmals in der Woche per E-Mail und SMS in Verbindung, heute zumeist über Facebook. Unsere Urlaube verbringen wir in unserem Haus in Tiwi ndogo und leben dort zusammen mit der Familie Mwakilolo.

Mittlerweile ermöglichen vier weitere Personen drei kenianischen Kindern den Besuch einer Privatschule sowie eine Person einem Heranwachsenden eine Berufsausbildung zum Elektriker.

Auf weitere einmalige Spenden und anderweitige Unterstützungen möchte ich hier nicht eingehen, die jedoch in vollem Umfang ihre wohltätigen Ziele fanden.

Anfang des Jahres 2014 entstand die Idee, einen gemeinnützigen Verein namens TIWI NDOGO e. V. zu gründen, um bildungsunterstützende und medizinische Hilfen zu ermöglichen und soziale wie auch sportliche Projekte in Kenia zu planen sowie durchzuführen. Und eine Gewähr dafür zu bieten, dass jeder Cent jeder Spende zu 100 Prozent ihr Ziel erreicht. Ohne Abzüge für irgendwelche Gebühren, Auslagen oder andere Kosten. Diese Kosten werden durch die Mitglieder des Vereins aus „eigener Tasche“ abgedeckt. Wir wollen transparent für Jeden sein und bleiben. Wir wollen jedem Spender/jeder Spenderin über unsere Homepage ermöglichen, dass er/sie verfolgen kann, was der Verein mit seiner/ihrer Spende in Tiwi erreicht und dadurch verändert hat. Auch werden wir möglichst jede Frage beantworten wollen.

Ich habe vor langer Zeit folgenden Satz in einem Buch gelesen.

Diesen möchte ich gern nachfolgend zitieren:

 

„Weise ist der Mensch, der einen Baum pflanzt und weiß, dass er niemals in seinem Schatten sitzen wird.“

 

Wir als Verein denken, dass die Nachhaltigkeit beim Einsatz von Spenden ein Weg ist, die Menschen in Tiwi langfristig aus der zumeist existentiellen Not und Bedrohung heraus zu führen, so dass sie würdevoll durch eigenes Einkommen (über)leben können. Durch eine gute Schul- und Berufsausbildung wird aus unserer Sicht ein wichtiger Grundstein für Nachhaltigkeit gelegt.

„Tiwi ndogo“ bedeutet übersetzt „Kleines Tiwi“. Er ist von der Familie Mwakilolo kreiert worden, nachdem wir unser Haus dort gebaut haben. Sie haben am Haus eigens eine Steintafel mit dieser Aufschrift errichtet.

Der Dalai Lama schrieb in einem seiner Bücher:

„Geld muss dahin fließen, wo materieller Mangel herrscht.“

Danke, dass Sie sich die Zeit genommen haben unsere Geschichte zu lesen.

Mit lieben Grüßen

 

Familie Maurer

 

Wir sind Tiwi

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